Lehrer/in (Gymnasium) Lebenslauf-Beispiel & Vorlage
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Top ATS-Schlüsselwörter
- Lehrkraft
- Lehramt an Gymnasien
- Lehrbefähigung
- Fächerkombination
- Zweites Staatsexamen
- Vorbereitungsdienst / Referendariat
- Sekundarstufe I und II
- Abiturvorbereitung
- Unterrichtsplanung
- Klassenleitung
- Binnendifferenzierung
- Inklusion
- Medienbildung
- Elternarbeit
- Schulentwicklung
- Fachschaftsleitung
- Studienrat/Studienrätin
Worauf Personalverantwortliche achten
Schulleitungen und Schulbehörden prüfen bei Bewerbungen für den Schuldienst zuerst die formalen Voraussetzungen: Lehramt, Fächerkombination und die Noten Ihrer Abschlüsse, also Staatsexamen oder Master of Education und Zweites Staatsexamen. Stellen Sie diese Angaben deshalb gut sichtbar an den Anfang. Danach zählt, was Sie über den Unterricht hinaus beitragen: Klassenleitung, Arbeitsgemeinschaften, Wettbewerbe, Fachgruppenarbeit, Fahrten, Medienbildung oder Inklusion. Nennen Sie die Jahrgänge, in denen Sie unterrichtet haben, und ob Sie Abiturkurse geführt haben. Ob Stellen über zentrale Verfahren oder schulscharf vergeben werden, unterscheidet sich je nach Bundesland; prüfen Sie die Vorgaben Ihres Landes und die Ausschreibung genau. Bei einer schulscharfen Ausschreibung lohnt ein Blick ins Schulprogramm, damit Sie passende Erfahrung, etwa im MINT-Bereich oder in der Sprachförderung, im Lebenslauf hervorheben können.
Beispiel-Stichpunkte nach Erfahrungsstufe
Einstiegsebene
- Eigenverantwortlicher Mathematikunterricht in den Jahrgängen 6 und 8 im Referendariat, Zweites Staatsexamen mit der Note 1,7
- Aufbau einer Theater-AG für die Unterstufe mit 18 Mitgliedern und zwei öffentlichen Aufführungen pro Schuljahr
- Konzeption einer Unterrichtsreihe zur Ökologie mit Freilandarbeit, von der Fachschaft in das schulinterne Curriculum übernommen
- Mitorganisation von zwei Klassenfahrten und einem Elternabend zur Medienbildung mit rund 80 Teilnehmenden
Mittlere Ebene
- Klassenleitung von Jahrgang 7 bis 10, unentschuldigte Fehltage durch regelmäßige Elterngespräche um ein Viertel gesenkt
- Betreuung von zwei Deutsch-Leistungskursen bis zum Abitur, Kursdurchschnitt beide Male über dem Schnitt der Schule
- Organisation eines Schüleraustauschs mit einer Partnerschule in Frankreich, jährlich 24 Teilnehmende und Förderung über Erasmus+ eingeworben
- Betreuung von Teilnehmenden an der Mathematik-Olympiade, drei Qualifikationen für die Landesrunde in zwei Jahren
Senior
- Fachbereichsleitung Gesellschaftswissenschaften mit 14 Lehrkräften, Einführung abgestimmter Kompetenzraster für die Jahrgänge 5 bis 10
- Mentor für sechs Referendarinnen und Referendare, alle mit bestandenem Zweitem Staatsexamen im ersten Anlauf
- Koordination des MINT-Profils mit drei Partnern aus Hochschule und Wirtschaft, Anmeldungen für die MINT-Klasse verdoppelt
- Mitarbeit in der Steuergruppe Schulentwicklung, Einführung eines Medienbildungskonzepts für die Jahrgänge 5 bis 10
Häufige Fehler im Lebenslauf
Fächer und Lehramt versteckt
Die Fächerkombination ist bei Lehrkräften das wichtigste Auswahlkriterium, weil sie über den Einsatz im Stundenplan entscheidet. Steht sie erst auf Seite zwei, sucht die Schulleitung danach. Nennen Sie Lehramt und Fächer im Profil und in der Überschrift, etwa „Lehrer für Biologie und Chemie (Lehramt an Gymnasien)“, und ergänzen Sie Erweiterungsfächer oder Zusatzqualifikationen.
Referendariat ohne Inhalt
Der Vorbereitungsdienst ist Berufserfahrung, trotzdem stehen oft nur Zeitraum und Seminar im Lebenslauf. Ergänzen Sie, in welchen Jahrgängen Sie eigenverantwortlich unterrichtet haben, welche Projekte, AGs oder Fahrten Sie übernommen haben und mit welcher Note Sie abgeschlossen haben. Beim Berufseinstieg ist das Ihr stärkstes Argument, weil weitere Stellen noch fehlen.
Nur Pflichtaufgaben beschrieben
„Unterricht in Biologie in den Klassen 5 bis 10“ beschreibt Ihre Stelle, aber nicht Ihre Wirkung. Zeigen Sie, was durch Sie entstanden oder besser geworden ist: neue Unterrichtsreihen, Wettbewerbserfolge Ihrer Schülerinnen und Schüler, eine aufgebaute AG oder gemeinsame Klassenarbeiten in der Fachschaft. Das belegt Engagement über den Stundenplan hinaus.
Fortbildungen ohne Auswahl
Eine lange Liste schulinterner Fortbildungen ermüdet. Wählen Sie die aus, die zur Stelle passen, etwa zu Medienbildung, Sprachbildung, Inklusion oder Ihrem Fach, und nennen Sie Jahr und Anbieter. Funktionen, für die eine eigene Qualifikation nötig ist, etwa als Beratungslehrkraft oder in der Fachberatung, gehören an eine gut sichtbare Stelle.
Vertretungsstellen und Wartezeiten weggelassen
Wartezeiten auf den Vorbereitungsdienst und befristete Vertretungsverträge sind im Schuldienst häufig. Lassen Sie sie nicht weg: Eine Vertretungsstelle ist Unterrichtserfahrung und zählt. Nennen Sie Schule, Zeitraum, Fächer und Stundenumfang. Für Wartezeiten genügt eine knappe Angabe, etwa Nachhilfeunterricht oder eine Tätigkeit in der Jugendarbeit, damit keine unerklärte Lücke entsteht.
Karriereweg
| Referendariat und Berufseinstieg / 0–2 Jahre | Vorbereitungsdienst, erste Planstelle oder Vertretung | Eigenverantwortlicher Unterricht, Klassenführung, Zweites Staatsexamen |
| Lehrkraft / 2–6 Jahre | Fachunterricht in Sekundarstufe I und II, Klassenleitung | Abiturkurse, AGs, Wettbewerbe, Fortbildungen |
| Lehrkraft mit Funktion / 6–12 Jahre | Fachgruppe, Jahrgang oder Arbeitsbereich | Fachschafts- oder Fachgruppenleitung, Mentoring, Schulentwicklung |
| Schulleitungsebene / ab 12 Jahren | Koordination, Stufenleitung oder Schulleitung | Personalführung, Organisation, Qualitätsentwicklung |
Häufig gestellte Fragen
Wie schreibe ich einen Lebenslauf als Lehrer am Gymnasium?
Beginnen Sie mit Kontaktdaten und einem Profil aus Lehramt, Fächern und Berufsjahren. Danach folgen Ihre Schulstationen, umgekehrt chronologisch, mit Schule, Ort, Zeitraum, Jahrgängen und besonderen Aufgaben. Referendariat und Studium stehen mit den Noten der Abschlüsse darunter, anschließend Zusatzqualifikationen, Fortbildungen, AGs und Sprachen. Zwei Seiten reichen meist. Wählen Sie ein schlichtes Layout, da viele Bewerbungen über Onlineportale laufen.
Was gehört in den Lebenslauf für das Referendariat?
Für die Bewerbung um den Vorbereitungsdienst zählen Studium, Fächer und Abschlussnote, dazu Schulpraktika mit Schulform und Dauer. Ergänzen Sie pädagogische Erfahrung außerhalb der Schule: Nachhilfe, Jugendarbeit, Ferienfreizeiten oder eine Tätigkeit als Tutorin oder Tutor an der Universität. Wie die Plätze vergeben werden und welche Unterlagen nötig sind, regelt jedes Bundesland selbst; halten Sie sich genau an die Vorgaben Ihres Landes.
Gehört ein Foto in den Lebenslauf für den Schuldienst?
Ein Foto ist nicht vorgeschrieben. Öffentliche Arbeitgeber fordern mit Blick auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in der Regel kein Bild an, und manche Bewerbungsportale sehen gar keines vor. Bei Bewerbungen direkt an eine Schule, besonders an Privatschulen, ist ein professionelles Foto weiterhin verbreitet. Ob mit oder ohne Bild: Entscheidend sind Fächer, Abschlüsse und Ihre Erfahrung.
Wie schreibe ich den Lebenslauf als Quereinsteiger ins Lehramt?
Viele Länder bieten Wege für Menschen mit fachlichem Hochschulabschluss, aber ohne Lehramtsstudium, etwa einen Quer- oder Seiteneinstieg mit berufsbegleitender Qualifizierung. Welche Fächer und Abschlüsse anerkannt werden, legt jedes Bundesland selbst fest. Im Lebenslauf zählen dann Ihr Studienfach, das einem Unterrichtsfach entsprechen sollte, Lehr- und Trainingserfahrung, Arbeit mit Jugendlichen und die praktische Anwendung Ihres Fachs im Beruf.
Wie stelle ich AGs, Fahrten und Zusatzaufgaben dar?
Am besten als eigene Stichpunkte unter der jeweiligen Schule oder in einem Abschnitt „Engagement an der Schule“. Nennen Sie, was Sie geleitet oder aufgebaut haben, wie lange und mit welchem Ergebnis, zum Beispiel Teilnehmerzahlen, Wettbewerbsplatzierungen oder eine Kooperation mit einem außerschulischen Partner. Schulleitungen achten darauf, weil solche Aufgaben das Schulleben tragen und bei der Stellenbesetzung oft den Ausschlag geben.
Lebenslauftext
Berufliches Profil
Gymnasiallehrer für Biologie und Chemie mit mehr als acht Jahren Schuldienst nach dem Referendariat (Sekundarstufe I und II), seit 2023 Oberstudienrat. Leitet die Fachgruppe Chemie mit sieben Lehrkräften und unterrichtet Abiturkurse auf erhöhtem Anforderungsniveau. Schwerpunkte sind experimenteller Unterricht mit digitaler Messwerterfassung, schuleigene Arbeitspläne, Jugend forscht und die Begleitung von Referendarinnen und Referendaren als Mentor.
Berufserfahrung
Studienrat für Biologie und Chemie (seit 2023 Oberstudienrat) — Gymnasium am Prinzenpark
• Unterricht in Biologie und Chemie in den Jahrgängen 5 bis 13, darunter drei Abiturkurse auf erhöhtem Anforderungsniveau mit einem Kursdurchschnitt von 10,4 Punkten
• Leitung der Fachgruppe Chemie seit 2022: Überarbeitung des schuleigenen Arbeitsplans und Einführung gemeinsamer Vergleichsarbeiten im Jahrgang 9
• Ausstattung der Fachräume mit digitaler Messwerterfassung aus Mitteln des DigitalPakts Schule sowie Durchführung von drei schulinternen Fortbildungen für das Kollegium
• Aufbau der Jugend-forscht-AG mit 14 Schülerprojekten in vier Jahren, davon zwei Regionalsiege
• Mentor für vier Referendarinnen und Referendare sowie Klassenleitung von Jahrgang 7 bis 10
Studienreferendar, ab 2018 Studienrat — Gymnasium am Allerpark
• Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien mit den Fächern Biologie und Chemie, Abschluss mit dem Zweiten Staatsexamen (Note 1,6)
• Eigenverantwortlicher Unterricht in Sekundarstufe I und II, darunter ein Biologiekurs in der Einführungsphase
• Gründung einer Schülerlabor-AG in Kooperation mit einem regionalen Chemieunternehmen, jährlich rund 25 teilnehmende Schülerinnen und Schüler
Ausbildung
Master of Education (Lehramt an Gymnasien) — Biologie und Chemie — Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Abschlussnote 1,4. Masterarbeit in der Fachdidaktik Chemie zu Schülervorstellungen über das chemische Gleichgewicht; Schulpraktika an zwei Gymnasien.
Bachelor of Science (Zwei-Fächer-Bachelor) — Biologie und Chemie — Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Studium mit lehramtsbezogenem Profil (Fachdidaktik, Bildungswissenschaften, Schulpraktikum); Tutor in den Anfängerpraktika der Chemie.
Kenntnisse
Unterrichtsplanung nach Kerncurriculum und schuleigenem Arbeitsplan
Klassenführung und Klassenleitung
IServ, Moodle und digitale Lernplattformen
Experimentalunterricht und Gefahrstoffmanagement
Binnendifferenzierung und inklusiver Unterricht
Digitale Messwerterfassung im naturwissenschaftlichen Unterricht
Abiturvorbereitung auf erhöhtem Anforderungsniveau